Klaus Störtebeker

Im Jahre 1389 belagerten dänischen Truppen die schwedische Hauptstadt Stockholm. In seiner Not bat der amtierende Machthaber den Rest der Welt um Hilfe und ein wilder Söldnerhaufen, aus allen Ständen und Volksgruppen zusammengewürfelt, folgte dem Ruf.

Die Söldner konnte die Belagerten mit Lebensmitteln, damals Viktualien genannt, versorgen. Dies war die Geburtsstunde der Viktualienbrüder oder wie man sie später nannte Vitalienbrüder. Im Jahre 1394 besetzten sie schließlich die dänische Stadt Wisby auf Gotland. Von dort aus starteten sie einen Kaperkrieg gegen Dänemark. Selbst nach dem Fall Stockholms und dem darauf folgenden Frieden wurde der Kaperkrieg nicht beendet. Obwohl die Hanse am meisten darunter zu leiden hatte war es schließlich der Deutsche Ritterorden der Anno 1398 das Piratennest von der Landseite her ausräucherte.

Die Stunde Störtebekers hatte geschlagen der mit einem Teil der Piraten in die Ostsee floh. Dort auf der Insel Rügen, seinem wahrscheinlichen Geburtsort, soll er einen neuen Stützpunkt in den Kreidefelsen errichtet haben. Nach unzähligen Raubzügen schlug Hamburg 1401 zurück. Die Flottillie, als Kauffahrer getarnt, brach Richtung Helgoland auf wo die Piratenflotte gerade vor Anker lag. Der Großteil der Piraten wurde niedergemetzelt der Rest, darunter Störtebeker, gefangengenommen.

Auf dem Hamburger Grasbrook wurde Störtebeker am 20 Oktober 1401 hingerichtet und sein Schädel auf einen Pfahl aufgespießt - als Mahnung. Noch heute wird seine Legende erzählt und Festspiele finden zu seinen Ehren statt.

Foto Statue von Klaus Störtebeker auf dem Hamburger Grasbrook Foto abgeschlagene Köpfe von Seeräubern die auf dem Grasbrook hingerichtet wurden




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